Für einen Händler lohnt sich so ein Fahrzeug für eine Inzahlungnahme einfach nicht und ich kann das aus sachlichen Gründen auch gut nachvollziehen. Daran ist niemand schuld und das bedeutet nicht, dass ein 10 Jahre alte K1600 schlecht ist. Das ist einfach eine Sache von Angebot und Nachfrage und Garantiepflicht. Und auch wenn die K sicher ein standfestes Motorrad ist, so können Probleme an Motor, Elektrik und Fahrwerk nie ganz ausgeschlossen werden – die dann auch schnell ins Geld gehen können, wenn man halt Pech hat. Gebrauchtpreise für 10tsd und mehr sind hier einfach nicht realisierbare Wunschträume. Für eine 10 Jahre alte Mercedes S- Klasse bekommst Du auch nur noch einen Bruchteil des Neupreises.
Auf der anderen Seite bekommt man aktuell richtig gute Nachlässe für Neufahrzeuge, gerade im Hinblick auf den Abverkauf der Euro 5 Modelle, die ja dieses Jahr noch zugelassen werden müssen. Günstiger als aktuell wird man vermutlich nicht mehr an eine K1600 als Neufahrzeug kommen. Nach Privatverkauf für ca. 8000 könntet ihr also für um die 18tsd. Differenz (In Deutschland) auf ein Neufahrzeug mit Vollausstattung und drei Jahren Vollgarantie wechseln. Bei einem Jahresfahrzeug wird es sogar noch günstiger.
Ansonsten halt das alte Schätzchen weiterfahren, bis der TÜV euch scheidet. Gut fährt die alte Version ja auch – die neue ist halt noch besser. Allerdings: Vom finanziellen abgesehen, verfügen wir alle noch über ein sehr viel knapperes und wertvolleres Gut: Zeit. Ab einem gewissen Alter macht man keinen Tauchschein mehr und kauft sich auch kein Motorrad mehr, egal wieviel Schotter im Sparstrumpf schlummert
